Värtaverket, Energieanlage in Hjorthagen, Stockholm, Schweden
Värtaverket ist ein Energieproduktionskomplex im Stockholmer Stadtteil Hjorthagen, der die Stadt mit Strom und Fernwärme versorgt. Der Komplex besteht aus mehreren großen Gebäuden mit einer charakteristischen Terrakottaziegel-Fassade und ist Teil eines gemischten Gebiets aus Industrie- und Wohnbebauung.
Die Anlage wurde 1903 gegründet und betrieb zunächst Kohle- und Ölkessel zur Energieversorgung Stockholms. Um 2016 wurde sie zu einem der größten Biomassekraftwerke Europas umgebaut, das hauptsächlich Holzhackschnitzel aus schwedischen und baltischen Wäldern verwendet.
Die Terrakotta-Fassade des Komplexes ist ein erkennbares Merkmal des Hjorthagen-Viertels und steht im Kontrast zu den neueren Wohngebäuden in der Umgebung. Wer durch das Viertel läuft, sieht, wie Industrie und Stadtleben in Stockholm seit Jahrzehnten nebeneinander bestehen.
Das Gelände liegt in Hjorthagen, einem Stadteil, der sich in den letzten Jahren stark verändert hat und neue Wohngebiete rund um das Industrieareal entstehen lässt. Da es sich um eine aktive Industrieanlage handelt, ist der Zugang in der Regel auf öffentlich zugängliche Außenbereiche beschränkt.
Bei der Planung des modernen Biomasse-Kesselhauses mussten drei alte, geschützte Eichen auf dem Gelände berücksichtigt werden, was die Platzierung des Gebäudes direkt beeinflusste. Für eine Industrieanlage dieser Größe ist das Erhalten alter Bäume innerhalb des aktiven Betriebsgeländes sehr ungewöhnlich.
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