St.-Jakobs-Brücke, Neo-Biedermeier Brücke in Ljubljana, Slowenien
Die St.-Jakobi-Brücke ist ein verstärkter Betonbau, der die Ljubljanica überquert und die Zoisstraße mit der Karlowacstraße im Zentrum verbindet. Die Struktur hat eine charakteristische Kragarmbauweise, die den Fluss ohne zwischenliegende Pfeiler überbrückt.
Der Bau wurde 1915 nach Entwürfen des Ingenieurs Alois Král und des Architekten Alfred Keller fertiggestellt. Sie ersetzten eine hölzerne Brücke von 1824, die als die neue Brücke bekannt war und Jahrhunderte lang das Flussufer verband.
Eine Tafel von 1954 erinnert an eine mittelalterliche Wassermühle aus dem 15. Jahrhundert, die während des Bauernaufstands von 1515 zerstört wurde. Die Erinnerung an diesen Ort ist im Stadtbild sichtbar und zeigt, wie diese Brücke über Jahrhunderte hinweg ein zentraler Punkt in Ljubljanas Geschichte war.
Die Brücke trägt heute einen großen Teil des Verkehrs in diesem Bereich und kann während der Stoßzeiten überlastet sein. Es ist am besten, sie während weniger verkehrsreicher Stunden zu besuchen, wenn man die Struktur und die Flussaussicht in Ruhe betrachten möchte.
Das Bauwerk zeigt Merkmale der späten Secession und Wiener Architektur des frühen 20. Jahrhunderts, was es in einer Zeit erbaut wurden, als Ljubljana unter österreichisch-ungarischem Einfluss stand. Diese künstlerischen Elemente sind in der Betonform und den Details zu erkennen, auch wenn die Struktur funktional und schlicht wirkt.
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