São Tomé und Príncipe, Inselstaat im Golf von Guinea, Afrika
São Tomé und Príncipe ist ein Inselstaat im Golf von Guinea vor der Küste Zentralafrikas, etwa 250 Kilometer westlich von Gabun gelegen. Die beiden bewaldeten Hauptinseln erheben sich mit steilen vulkanischen Gipfeln über dunkle Strände und werden von kleineren unbewohnten Eilanden umgeben.
Portugiesische Seefahrer erreichten die unbewohnten Inseln zwischen 1469 und 1472 und gründeten ab 1493 Siedlungen mit sephardischen Juden und versklavten Menschen. Nach dem Aufbau von Zuckerplantagen im 16. Jahrhundert folgte der Wechsel zum Kakaoanbau, bis die Unabhängigkeit 1975 kam.
Die kreolische Küche hier zeigt sich in Gerichten wie Calulu und Feijoada, bei denen frischer Fisch auf Maniok und Palmöl trifft. Fischer kehren morgens mit ihrem Fang zurück und versorgen kleine Märkte, wo Frauen getrockneten Fisch und tropische Früchte unter einfachen Unterständen verkaufen.
Bargeld ist wichtig, da Kreditkarten meist nur in der Hauptstadt funktionieren, und die Trockenzeit von Juni bis September eignet sich am besten für den Besuch. Regelmäßige Flüge kommen aus Lissabon, Accra und Luanda, während lokale Boote die beiden Hauptinseln verbinden.
Verlassene Plantagenhäuser stehen heute zwischen überwucherten Kakaopflanzen, nachdem die Produktion nach ihrem Höhepunkt 1908 zusammenbrach. Einige kleinere Betriebe versuchen jetzt, den biologischen Anbau von Edelkakao wiederzubeleben und nutzen dabei die alten Anwesen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.