Palmyra, Archäologische Stätte in Tadmur, Syrien
Palmyra ist eine antike Ruinenstätte in der zentralsyrischen Wüste bei Tadmur, wo Säulenstraßen, Grabbauten und der Bel-Tempel über mehrere Quadratkilometer verteilt liegen. Monumentale Torbögen und Säulenreihen aus hellem Stein markieren die ehemaligen Hauptachsen der Stadt, umgeben von flachem, trockenem Gelände.
Die Siedlung wuchs ab dem 1. Jahrhundert nach Christus als Oasenstadt am Rand römischer Territorien, wo Karawanen zwischen Euphrat und Mittelmeer rasteten. Im 3. Jahrhundert führte Zenobia eine Rebellion gegen Rom an, bis Kaiser Aurelian die Stadt im Jahr 272 belagerte und eroberte.
Säulen und Torbögen aus Kalkstein tragen Inschriften in griechischer, aramäischer und lateinischer Schrift, sichtbare Zeichen der Handelsrouten zwischen Mittelmeer und Mesopotamien. Grabmonumente außerhalb der Stadtmauer zeigen Reliefs mit Gewändern und Schmuck, die persische, römische und lokale Kleidungsstile verbinden.
Die Ruinen liegen in einer Oase 215 km nordöstlich von Damaskus, mit der Efqa-Quelle südlich des Wadi al-Qubur, das das Gelände durchquert. Der Boden ist sandig und felsig, mit herabgefallenen Blöcken, daher sind feste Schuhe sinnvoll. Schatten gibt es kaum, und die Anlage erstreckt sich über mehrere Kilometer.
Einige Türstürze und Deckenbalken im Bel-Tempel tragen noch Spuren von Eisenklammern, mit denen die Römer massive Steinblöcke ohne Mörtel verbanden. Die Anordnung der Säulen folgt einem Raster, das Sichtachsen auf entfernte Berge und Quellen in der Oase ausrichtet.
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