Baqirha, archäologische Stätte in Syrien
Baqirha ist eine archäologische Stätte im Nordwesten Syriens, die Teil der UNESCO-Welterbestätten liegt und zu den sogenannten Toten Städten gehört. Die Ruinen umfassen einen römischen Tempel aus dem 2. Jahrhundert, zwei byzantinische Kirchen aus dem 6. Jahrhundert und Reste von Wohnhäusern, die verschiedene Baustile aus römischer und christlicher Zeit zeigen.
Baqirha wurde im 2. Jahrhundert gegründet, als die Römer einen Tempel für den syrischen Gott Zeus Bomos errichteten. Später bekehrte sich die Bevölkerung zum Christentum und baute zwei Kirchen zwischen dem 5. und 6. Jahrhundert, was das Zentrum des Dorfes von religiösen zu spirituellen Zentren verschob.
Der Name Baqirha stammt aus dem Arabischen und bezieht sich auf den Hügel Burj Baqirha, auf dem die Siedlung liegt. Die Ruinen zeigen, wie sich das religiöse Leben hier wandelte: von der Verehrung des syrischen Gottes Zeus Bomos in einem römischen Tempel hin zur Errichtung von zwei Kirchen, die das Zentrum des christlichen Glaubens bildeten.
Das Gelände ist trocken und hügelig mit wenig Vegetation, daher sollte man bequeme Schuhe zum Wandern und Sonnenschutz tragen. Die beste Zeit zum Besuch ist in den kühleren Monaten, da die Sommerhitze sehr intensiv sein kann und die Wege unbefestigt sind.
Das römische Tempel stammt aus dem Jahr 161 n.Chr. und war dem syrischen Gott Zeus Bomos gewidmet, was einen seltenen Einblick in die Verbindung zwischen römischer und lokaler syrischer religiöser Praxis gibt. Dieser Tempel war nicht im Zentrum des Dorfes, sondern am südlichen Rand gebaut, was auf die separate Behandlung der religiösen und alltäglichen Lebensbereiche hindeutet.
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