Raqqa, Antike Stadt im Norden Syriens
Raqqa ist eine große Stadt im Gouvernement Raqqa in Nordsyrien, die sich am Nordufer des Euphrat erstreckt. Die Bebauung mischt traditionelle syrische Wohnhäuser mit Überresten historischer Befestigungsanlagen, die das Stadtbild prägen.
Die Siedlung entstand zwischen 244 und 242 vor Christus unter dem Namen Callinicum als hellenistische Gründung am Flussübergang. Sie wurde von 796 bis 809 unter Harun ar-Raschid Hauptstadt des Abbasidenkalifats, was ihre Bedeutung in der islamischen Welt begründete.
Die Stadt ist nach der blauen Glasur benannt, die lokale Töpfer im Mittelalter entwickelten und die heute noch in Museumssammlungen zu sehen ist. Besucher können im archäologischen Museum Beispiele dieser Keramikkunst betrachten, deren charakteristische Farbe aus mineralischen Pigmenten entstand.
Der Euphrat fließt durch die Stadt und bietet Orientierung für Besucher, die sich in den älteren Vierteln bewegen. Wer zu Fuß unterwegs ist, sollte genügend Zeit einplanen, da die Entfernungen zwischen den historischen Stätten erheblich sein können.
Mehrere Verteidigungsmauern aus unterschiedlichen Epochen umgeben die Stadt, darunter Befestigungen aus dem 8. Jahrhundert, die Kalif Al-Mansur gegen byzantinische Vorstöße errichten ließ. Diese Schichten zeigen, wie sich militärische Strategien über mehr als tausend Jahre hinweg entwickelten.
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