Region Wadai, Historische Verwaltungsregion in Ostlichen Tschad
Ouaddai ist eine administrative Region im Osten des Tschad an der Grenze zum Sudan, mit der Regionalhauptstadt Abeche. Das Gebiet wird durch landwirtschaftliche Flachen geprägt, auf denen Hirse und Getreide angebaut werden, sowie durch ausgedehnte Viehzuchtgebiete, die das tägliche Leben prägen.
Das Ouaddai-Konigreich wurde im 17. Jahrhundert gegrundet und entwickelte sich zu einem bedeutenden islamischen Zentrum in der Region. Die franzosische Kolonialherrschaft ubernahm die Kontrolle im Fruhen 20. Jahrhundert und veranderte die politische Ordnung grundlegend.
Die Region wird von mehreren ethnischen Gruppen bewohnt, darunter Maba, Tama, Zaghawa und Araber, die jeweils ihre eigenen Sprachen sprechen und Traditionen pflegen. Diese Vielfalt prägt das alltägliche Leben und die lokalen Märkte, wo man verschiedene Dialekte und handwerkliche Praktiken erleben kann.
Das Reisen durch die Region ist am besten in der kuhlen Jahreszeit moglich, wenn die Wege trockener und leichter zu befahren sind. Die meisten Aktivitaten konzentrieren sich auf die Hauptstadt Abeche, die als Ausgangspunkt fur Erkundungen dient.
Die alte Hauptstadt Wara wurde im 19. Jahrhundert wegen Wassermangel und politischer Unruhen aufgegeben. Heute erinnern nur noch Ruinen und lokale Erzahlungen an diese ehemals bedeutende Stadt.
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