Ban Chiang, Archäologische Stätte in der Provinz Udon Thani, Thailand
Ban Chiang ist ein archäologischer Fundort in der Provinz Udon Thani im Nordosten Thailands, der sich über 160 Hektar erstreckt und leicht über dem flachen Umland liegt. Das Gelände besteht aus mehreren Hügeln, in denen Schichten menschlicher Besiedlung über Jahrtausende hinweg sichtbar sind.
Erste Funde aus der Jungsteinzeit belegen eine Besiedlung ab dem fünften Jahrtausend vor Christus, als Menschen hier Reis anbauten und Keramik fertigten. Die Bewohner entwickelten später Techniken zur Verarbeitung von Bronze, die sie für Werkzeuge und Schmuck nutzten.
Die Keramik von hier trägt charakteristische rote Spiralmuster, die in Handarbeit aufgetragen wurden und bis heute ihre Farbe behalten haben. Diese Töpferkunst wurde über Jahrhunderte hinweg verfeinert und zeigt eine eigenständige Formentwicklung, die in Südostasien einzigartig ist.
Das Museum liegt im Dorfzentrum und ist zu Fuß vom Hauptplatz aus erreichbar, wo auch Parkplätze zur Verfügung stehen. Die Ausstellungsräume sind klimatisiert und bieten Sitzgelegenheiten für Besucher, die längere Zeit die Exponate betrachten möchten.
Einige Gräber enthalten Skelette, die von ganzen Keramikgefäßen umgeben sind und so die Bestattungspraktiken der Gemeinschaft dokumentieren. Diese Anordnung zeigt, dass die Töpferwaren als wichtige Beigaben für das Jenseits betrachtet wurden.
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