Waldkomplex Kaeng Krachan, Geschützter Waldkomplex im westlichen Thailand.
Der Kaeng-Krachan-Waldkomplex ist ein UNESCO-Weltnaturerbe in der westlichen Provinz Phetchaburi und erstreckt sich entlang der Tenasserim-Bergkette an der Grenze zu Myanmar. Er umfasst mehrere Nationalparks, darunter Kaeng Krachan und Kui Buri, die zusammen ein zusammenhängendes Gebiet aus Regenwald, Feuchtgebieten und Hochlagen bilden.
Das Gebiet wurde 1964 zunächst als Wildreservat ausgewiesen und 1981 in einen Nationalpark umgewandelt, als der Schutzstatus erweitert wurde. Im Jahr 2021 wurde der Komplex als UNESCO-Weltnaturerbe anerkannt, nachdem eine frühere Bewerbung wegen Bedenken hinsichtlich der ansässigen Karen-Gemeinschaften jahrelang verschoben worden war.
Der Komplex liegt entlang der Tenasserim-Bergkette, die seit Jahrhunderten von Karen-Gemeinschaften bewohnt wird, die den Wald als Teil ihres Alltags betrachten. Wer durch die Randzonen wandert, begegnet gelegentlich Dörfern, in denen traditionelle Landwirtschaft und Waldnutzung noch heute sichtbar sind.
Die trockenere Zeit von November bis Februar ist am günstigsten für Wanderungen und Tierbeobachtungen, da die Wege besser begehbar und die Tiere sichtbarer sind. Einige Bereiche des Komplexes, wie Kui Buri, sind für Besucher ohne Genehmigung zugänglich, während andere Abschnitte nur mit einer Reservierung betreten werden können.
Der Komplex gilt als einer der wenigen Orte in Südostasien, an dem Wildtiger noch in freier Wildbahn beobachtet werden können, obwohl ihre Anzahl sehr gering ist. Kamerafallenfotos aus dem Wald haben in den letzten Jahren regelmäßig Tigerindividuen dokumentiert und damit das Interesse von Naturschutzforschern aus aller Welt geweckt.
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