Great Mosque of Sousse, Aghlabidische Moschee in der Medina von Sousse, Tunesien
Die Große Moschee von Sousse, auch Gran Mezquita de Susa genannt, ist eine Moschee aus der Aghlabiden-Zeit in der Medina von Sousse in Tunesien, umgeben von zinnenbekrönten Mauern und eckigen Türmen, die einen rechteckigen Innenhof einschließen. Die Gebetshalle öffnet sich zum Hof hin und hat ein Tonnengewölbe, das von Säulenreihen im Inneren getragen wird.
Die Moschee wurde 851 unter der Herrschaft von Abu al-Abbas Muhammad al-Aghlabi errichtet, als die Aghlabiden-Dynastie ihre Macht in Ifriqiya festigte. Die Familie regierte als Vasallen des Abbasidenkalifats und nutzte solche Bauten, um ihre Autorität in der Region zu zeigen.
Die Gebetshalle ist in 13 Schiffe gegliedert, die durch Hufeisenbögen voneinander getrennt sind, eine typische Formensprache des frühen islamischen Bauwesens in Nordafrika. Diese Abfolge von Bögen und Säulen erzeugt einen ruhigen Rhythmus, der den Blick durch den Raum führt.
Die Moschee befindet sich in der Medina von Sousse, die zum UNESCO-Welterbe gehört, und ist von mehreren Straßen der Altstadt aus erreichbar. Besucher dürfen den Innenhof betreten und die Gebetshalle von außen betrachten, ohne in die Bereiche einzudringen, die dem Gebet vorbehalten sind.
Die Moschee wurde nie mit einem eigenen Minarett ausgestattet. Stattdessen diente der Turm des benachbarten Ribat, einer Festung gleich nebenan, als Ort für den Gebetsruf, was die beiden Bauten funktional miteinander verband.
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