Ribat of Sousse, Befestigtes Kloster in Sousse, Tunesien
Das Ribat von Sousse ist eine befestigte Anlage aus Stein in der Medina von Sousse, Tunesien, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Das Gebäude hat runde Türme an drei Ecken und einen quadratischen Turm, auf dem ein zylindrischer Aufbau sitzt, der über eine Wendeltreppe erreichbar ist.
Das Ribat wurde im 8. Jahrhundert während der Aghlabiden-Dynastie erbaut und diente sowohl religiösen als auch militärischen Zwecken. Nach der Einnahme von Melite im Jahr 870 wurden Materialien aus byzantinischen Kirchen in die Konstruktion eingebaut.
Der Gebetssaal im Inneren des Ribats gilt als eine der ältesten noch erhaltenen Moscheen Nordafrikas und zeigt, wie religiöse und militärische Funktionen in einem einzigen Gebäude vereint wurden. Die schlichte Gestaltung des Saals spiegelt den frühen islamischen Baustil wider, der auf Schmucklosigkeit und Zweckmäßigkeit setzte.
Besucher können die Wendeltreppe im zylindrischen Turm hinaufsteigen, um die verschiedenen Ebenen zu erkunden und das Dach zu erreichen. Von dort oben hat man einen guten Blick über die Medina und die umliegende Stadt.
Über dem Eingang des zylindrischen Turms befindet sich eine Marmorinschrift aus dem Jahr 821, die als ältester erhaltener islamischer Monumentaltext in Tunesien gilt. Sie zeigt frühe Formen der arabischen Schrift und ist damit ein seltenes schriftliches Zeugnis aus den Anfängen der islamischen Präsenz in Nordafrika.
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