Sousse, Mediterrane Küstenstadt im Gouvernement Sousse, Tunesien
Sousse ist eine Küstenstadt am Golf von Hammamet, die sich zwischen sandigen Stränden und landwirtschaftlich genutztem Hinterland erstreckt. Die Stadt gliedert sich in mehrere Bereiche mit dem alten Festungskern im Zentrum, einem ausgedehnten Hafenviertel und neueren Wohnvierteln, die sich südwärts entlang der Küste ziehen.
Phönizische Seefahrer gründeten hier im 11. Jahrhundert vor Christus eine Handelsstation, die später unter römischer Herrschaft zur Provinzhauptstadt aufstieg. Araber eroberten die Stadt im 7. Jahrhundert nach Christus und errichteten Befestigungen, die bis heute das Ortsbild prägen.
Das Ortsbild wird von der arabischen Bauweise mit weißen Flachdachhäusern geprägt, wie sie entlang der nordafrikanischen Küste üblich ist. Die Einwohner nutzen die engen Gassen der Altstadt noch heute für Handel und Handwerk nach traditionellen Mustern, während moderne Geschäfte in neueren Vierteln entstanden sind.
Der internationale Flughafen liegt etwa 20 Kilometer südlich und ist durch regelmäßige Busverbindungen mit der Innenstadt verbunden. Reisende finden Geldautomaten und Wechselstuben im Hafengebiet sowie entlang der Hauptstraßen, wo auch die meisten Hotels und Restaurants liegen.
Unter den Steinplatten der Altstadt liegen römische Katakomben mit Tausenden von Grabstätten, die zu den größten frühchristlichen Begräbnisanlagen im Mittelmeerraum zählen. Besucher können durch unterirdische Gänge gehen und geschnitzte Symbole an den Wänden erkennen, die Hinweise auf die religiöse Praxis der frühen Gemeinden geben.
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