Kerkouane, Archäologische Stätte am Kap Bon, Tunesien.
Kerkouane ist eine archäologische Stätte an einem felsigen Vorgebirge an der Mittelmeerküste, wo man Wohngebäude, öffentliche Bäder und alte Wassersysteme entdeckt. Die erhaltenen Straßen und Plätze zeigen deutlich, wie die Stadt ursprünglich angelegt war, mit Häusern, deren Wände noch Spuren von Lehmfarbe tragen.
Die Siedlung entstand im 4. Jahrhundert vor Christus und wurde etwa im 2. Jahrhundert vor Christus zerstört, als Konflikte zwischen Rom und Karthago die Region erschütterten. Dieser Zeitraum prägte das Leben in der Stadt und führte letztendlich zu ihrem Ende.
Die Nekropolis zeigt mit ihren rot gefärbten Gräbern, wie die Bewohner ihre Verstorbenen bestatteten und welche Rollen religiöse Praktiken in ihrem Alltag spielten. Diese Bestattungsweise war typisch für die punische Bevölkerung und lässt sich heute noch an den erhaltenen Gräbern beobachten.
Die Stätte ist am besten zu Fuß zu erkunden, wobei man durch erhaltene Straßenzüge und zwischen den Ruinen wandert. Besucher sollten angemessen für sonniges, windy Wetter ausgerüstet sein und festes Schuhwerk tragen, da das Gelände felsig und uneben ist.
Es ist das einzige bekannte Beispiel einer punischen Stadt, die ohne römischen Wiederaufbau erhalten blieb und ihre ursprüngliche Architektur bewahrt hat. Diese Besonderheit macht es zu einer seltenen Gelegenheit, eine Siedlung aus dieser Zeit fast unverändert zu sehen.
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