Mosque of the Turks, Osmanische Moschee in Houmt Souk, Tunesien.
Die Moschee der Türken ist ein Gotteshaus aus der Frühen Neuzeit in Houmt Souk auf der Insel Djerba. Das Gebäude hat weiße Wände und beherbergt einen hohen Minarett mit einer kreisförmigen Galerie und einer kegelförmigen Spitze sowie einen großen Innenhof mit einem Regenwassersystem.
Der Bau des Gotteshauses begann im 16. Jahrhundert unter der Leitung von Caid Ghazi Mustapha Bey, nachdem der Scheich der Insel im Jahr 1560 hingerichtet worden war. Diese Gründung markierte einen wichtigen Moment in der religiösen Geschichte der Insel.
Die Moschee war ursprünglich dem hanafitischen Rechtsschulen des Islam gewidmet und wechselte später zum malikitischen Ritus. Dieser Wandel zeigt, wie sich die religiösen Praktiken in der Region im Laufe der Zeit verändert haben.
Das Gotteshaus ist weiterhin für tägliche Gebetsveranstaltungen zugänglich und bewahrt seine traditionelle Nutzung. Besucher sollten beim Betreten angemessene Kleidung tragen und die aktiven Gebetszeiten respektieren.
Das Bauwerk steht in unmittelbarer Nähe zur Saint-Joseph-Kirche und zum Kulturzentrum Ferid-Ghazi und ist das einzige Gotteshaus türkischen Stils in der Altstadt von Houmt Souk. Diese räumliche Nähe zu anderen Religionsstätten zeigt die konfessionelle Vielfalt des historischen Viertels.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.