Chemtou, Archäologische Stätte im Nordwesten Tunesiens
Chemtou ist eine antike Ausgrabungsstätte in Nordwesttunisien mit Tempeln, Bädern, einer Wasserleitung und großen Marmorbr├╝chen aus der Antike. Das gesamte Gelände verteilt sich über zahlreiche Bereiche, die zeigen, wie intensiv dieser Ort genutzt wurde.
Das Gelande wurde im 4. Jahrhundert v. Chr. als numidische Siedlung gegrundet und entwickelte sich unter romischer Herrschaft zur Stadt Colonia Iulia Augusta Numidica Simitthus. Die Romer erkannten das Potenzial fur Marmorabbau und machten den Ort zu einem wirtschaftlichen Zentrum.
Der Ort war für die Römer ein wichtiges Zentrum für die Marmorgewinnung und den Handel. Die Ruinen zeigen noch heute, wie sehr dieser Rohstoff das Leben und die Wirtschaft der antiken Siedlung geprägt hat.
Besucher sollten festes Schuhwerk und Sonnenschutz mitbringen, da das Gelande ausgedehnt ist und wenig Schatten bietet. Es ist ratsam, fruh am Tag anzukommen, um die Sonne zu meiden und die Ruinen in besserer Sicht zu erkunden.
An der Medjerda kann man noch die Uberreste eines antiken Mullsystems erkennen, das Wasser zur Stromerzeugung nutzte. Dieses fruhe Beispiel zeigt, dass bereits vor Jahrhunderten mechanische Techniken fur die Getreideollung verwendet wurden.
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