Punic ports of Carthage, Antiker Marinekomplex in Karthago, Tunesien
Die Punic-Häfen von Karthago bestanden aus zwei miteinander verbundenen Becken für Handels- und Kriegsschiffe, verbunden durch Kanäle und Durchfahrten. Die Anlagen erstreckten sich über mehrere Hektar und waren mit Docks, Lagerhäusern und Versorgungseinrichtungen ausgestattet, um täglich Hunderte von Schiffen zu beherbergen.
Die Häfen wurden im 9. Jahrhundert v. Chr. von phönizischen Siedlern gegründet und machten Karthago zu einer dominierenden Seemacht im Mittelmeer. Über Jahrhunderte hinweg wurden sie erweitert und modernisiert, bis Roms Eroberung der Stadt die Bedeutung dieser Anlagen drastisch veränderte.
Die Häfen waren mehr als nur Anlegestellen – sie waren Orte, wo Kaufleute, Handwerker und Seeleute täglich zusammenkamen und ihre Geschäfte verhandelten. In der Nähe befand sich das Tophet-Heiligtum, wo religiöse Zeremonien stattfanden, die mit dem Leben im Hafen verbunden waren.
Die Ruinen lassen sich am besten bei Tageslicht erkunden, um die verschiedenen Becken und die Kanalstruktur klar zu erkennen. Geführte Touren helfen dabei, die antike Ingenieursarbeit zu verstehen und die strategische Anordnung der Anlagen nachzuvollziehen.
Das Kriegshafen-Becken war kreisförmig angelegt und bot spezialisierte Plätze für etwa 220 Kriegsschiffe, eine bemerkenswerte Konstruktion für ihre Zeit. Diese runde Form ermöglichte es, Schiffe schnell zu manövrieren und zu verteidigen, was die strategische Genialität der Konstruktion zeigt.
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