Hattuša, Archäologische Stätte in Boğazkale, Türkei.
Hattusa ist eine Ausgrabungsstätte auf Berghängen in der Nähe von Boğazkale in der Nordtürkei und erstreckt sich über ein weitläufiges Gelände mit Mauern, Tempeln und Palastbereichen. Die Ruinen liegen zwischen zwei Bachläufen und ziehen sich über Terrassen hinweg, die einen Blick auf die umgebende Landschaft bieten.
Die Siedlung entstand im 17. Jahrhundert v. Chr. und wurde zum Zentrum eines Reiches, das weite Teile Anatoliens beherrschte. Nach Jahrhunderten der Nutzung verließen die Bewohner den Ort um 1200 v. Chr., vermutlich infolge von Unruhen und Invasionen aus dem Westen.
Die monumentalen Löwentore und Sphinxreliefs zeigen noch heute die Macht und den künstlerischen Anspruch der hethitischen Herrscher. Besucher können die steinernen Wächter aus nächster Nähe betrachten und die fein gearbeiteten Gesichtszüge der Figuren erkennen.
Das Gelände ist weitläufig und verlangt Wanderschuhe und ausreichend Wasser, da nur wenige schattige Stellen vorhanden sind. Wer Treppen und steile Pfade meiden möchte, kann sich auf die tieferen Bereiche mit den Haupttoren und den unteren Tempeln konzentrieren.
Unter dem Haupttempel entdeckten Archäologen ein System von Tunneln und Kammern, deren genaue Funktion bis heute ungeklärt bleibt. Diese unterirdischen Räume könnten für Lagerzwecke oder Rituale genutzt worden sein, doch konkrete Hinweise fehlen noch immer.
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