Nemrut Dağı, Antikes Bergheiligtum in der Provinz Adıyaman, Türkei
Der Berg Nemrut ist ein Gipfel in der türkischen Provinz Adıyaman, auf dem sich die Überreste eines monumentalen Grabtempels aus der Antike befinden. Riesige Steinköpfe und Statuen liegen verstreut um einen künstlichen Hügel aus Gesteinsbrocken, der etwa 50 Meter hoch ist.
König Antiochos I. von Kommagene ließ dieses Heiligtum im Jahr 62 vor Christus auf dem Berggipfel errichten, um seine Abstammung von persischen und griechischen Herrschern zu bekräftigen. Das Reich Kommagene kontrollierte damals Handelsrouten zwischen Mesopotamien und dem Mittelmeer und verschwand im ersten Jahrhundert nach Christus.
Die Kopfstatuen zeigen eine Mischung aus persischen und griechischen Gottheiten, wobei jede Figur beide Traditionen in ihrem Namen und ihrer Darstellung vereint. Diese doppelte Identität spiegelt die politischen Allianzen des Reiches wider und ist in der Steinmetzarbeit deutlich erkennbar.
Der Zugang ist von Mai bis Oktober möglich, wenn Schnee und Eis die Straße nicht blockieren. Vom Parkplatz führt ein steiler Fußweg von etwa 600 Metern zum Gipfel, der bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang am eindrucksvollsten ist.
Ein Steinrelief zeigt einen Löwen mit den Planeten Jupiter, Merkur und Mars sowie Mond und Sterne in bestimmten Positionen. Einige Forscher deuten diese Anordnung als astronomische Datierung der Einweihung des Heiligtums, andere als königliches Horoskop.
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