Hasankeyf, Archäologische Stätte am Tigris, Türkei
Hasankeyf ist eine antike Siedlung, die beide Ufer des Tigris besetzt und zahlreiche Höhlen, Felsformationen und Überreste aus mehreren Zivilisationen aufweist. Das Gebiet wurde durch das Ilisu-Staudamm-Projekt teilweise überflutet, wobei viele Artefakte in den neuen Kulturpark verlegt wurden.
Zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert entwickelte sich Hasankeyf unter der Herrschaft der Artukiden und Ayyubiden zu einem großen Handelszentrum an der Seidenstraße. Diese Periode prägte stark das Aussehen und die Struktur der Stätte, die heute noch sichtbar ist.
Die Stätte zeigt religiöse Bauwerke verschiedener Epochen, darunter mittelalterliche islamische Architektur, die die Entwicklung von Bautechniken über Jahrhunderte hinweg verdeutlicht. Besucher können heute noch die unterschiedlichen Baustile erkennen, die verschiedene Kulturen hinterlassen haben.
Der Zugang ist auf bestimmte Bereiche beschränkt, da Teile der Stätte unter Wasser stehen, weshalb es wichtig ist, sich vorher zu informieren, welche Gebiete zugänglich sind. Festes Schuhwerk wird empfohlen, da die Wege uneben sind und die Erkundung oft bergauf und bergab führt.
Vor der Flutung wurden über 300 mittelalterliche Monumente dokumentiert, was diesen Ort zu einer der größten mittelalterlichen archäologischen Stätten der Türkei machte. Diese außergewöhnliche Konzentration antiker Bauwerke ist heute durch das Wasser verborgen, aber die Artefakte werden weiterhin in Museen zugänglich gemacht.
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