Mustafapaşa, Dorf in Kappadokien, Türkei
Mustafapaşa ist ein Dorf in der Region Kappadokien in der Türkei, unweit von Ürgüp gelegen. Es besteht aus alten Steinhäusern, schmalen Gassen, Kirchen und Kapellen, die aus der griechisch-orthodoxen Zeit des Ortes stammen.
Das Dorf hieß vor dem frühen 20. Jahrhundert Sinason und war jahrhundertelang von griechisch-orthodoxen Familien bewohnt. Nach dem Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und der Türkei 1924 zogen türkische Familien ein und übernahmen die Häuser und Kirchen, die die Griechen hinterlassen hatten.
Viele Besucher nutzen die alten Gassen, um die noch erhaltenen Kirchen und Steingebäude zu erkunden, die aus der Zeit der griechischen Gemeinde stammen. In einigen dieser Gebäude können Wandmalereien, Inschriften und alte Holzdetails besichtigt werden.
Das Dorf lässt sich bequem zu Fuß erkunden, da die wichtigsten Sehenswürdigkeiten nah beieinander liegen. Für die Anreise empfiehlt sich ein eigenes Fahrzeug oder ein Taxi von Ürgüp aus, da öffentliche Verbindungen selten sind.
Die Steinmetze, die viele der Häuser in Mustafapaşa bauten, sollen aus Mardin oder den Regionen nahe Syrien gestammt haben, denn die Verzierungen erinnern stark an die Bauweise dort. Dieser Einfluss macht die Architektur des Dorfes zu einem Mischprodukt aus verschiedenen Regionen Anatoliens.
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