Çimpe Castle, Byzantinische Festung auf der Halbinsel Gallipoli, Türkei
Çimpe Castle ist eine byzantinische Festung auf der Gelibolu-Halbinsel in der türkischen Provinz Çanakkale. Die Anlage steht auf einem Hügel zwischen dem Marmarameer und der Ägäis und umfasst dicke Mauern sowie mehrere Türme aus behauenen Steinblöcken.
Die Byzantiner bauten die Festung im 14. Jahrhundert, um die Wasserstraße zwischen Europa und Asien zu kontrollieren. Im Jahr 1352 übernahm Suleiman Pascha die Anlage und nutzte sie als Brückenkopf für die osmanische Expansion auf dem Balkan.
Der Name leitet sich von einem alten türkischen Wort für Angriff ab und zeigt die Rolle der Anlage als Ausgangspunkt für militärische Operationen. Heute können Besucher durch die Ruinen wandern und erkennen, wie die Architektur auf rasche Truppenbewegungen ausgelegt war.
Das Gelände liegt etwa 40 km (25 Meilen) südlich von Gelibolu an einer unbefestigten Straße, die vom Haupthügel abzweigt. Festes Schuhwerk ist wichtig, da die Steine rutschig werden können und viele Abschnitte ungesichert sind.
Ein einzelner Brunnen innerhalb der Ruinen zeigt noch die originalen Steinringe, die den Schacht auskleiden. Archäologen vermuten, dass das Wasser durch einen unterirdischen Kanal zum Meer geführt wurde, um im Fall einer Belagerung eine Fluchtroute zu schaffen.
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