Göğceli Mosque, Holzmoschee in Çarşamba, Türkei.
Die Göğceli-Moschee ist ein Holzbau im Stadtviertel Çarşamba in der Türkei, dessen Wände aus schwarzem Nussbaumholz, äußerem Astholz und Kastanie gefertigt sind. Die tragenden Balken bestehen jeweils aus einem einzigen Stück und können Längen von bis zu 20 Metern erreichen.
Der Bau entstand im Jahr 1206 unter dem seldschukischen Sultan Giyaseddin Keyhusrev I. und gehört zu den ältesten erhaltenen Holzmoscheen in der Region. Über die Jahrhunderte blieb die Konstruktion weitgehend in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten.
Der Name leitet sich von der Ortschaft ab, in der das Gotteshaus seit Jahrhunderten steht und von Gläubigen aus der Umgebung besucht wird. Im Inneren fallen die handgemalten Pflanzenmuster auf, die mit Farben aus natürlichen Wurzeln aufgetragen wurden und jedem Holzelement ein eigenes Gesicht geben.
Das Gebäude erhebt sich auf großen Steinen etwa 70 Zentimeter über dem Boden, wodurch Luft unter der Konstruktion zirkulieren kann und das Holz trocken bleibt. Besucher sollten beim Betreten auf die Schwelle achten und angemessene Kleidung für ein Gebetshaus mitbringen.
Die gesamte Konstruktion wurde ohne Nägel zusammengefügt, sondern durch traditionelle Stapel- und Verbindungstechniken aus Holz. Diese Bauweise erlaubte es, ein Gebäude von über 17 mal 21 Metern stabil zu errichten und über acht Jahrhunderte zu bewahren.
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