Hevsel-Gärten, Historischer Obstgarten am Tigris in Diyarbakir, Türkei.
Die Hevsel-Gärten erstrecken sich über flach gestaffelte Terrassen zwischen der Stadtfestung und dem Fluss, wobei natürliche Quellen unter den Basaltklippen das Wasser liefern. Das Gelände wird für den Anbau von Früchten, Gemüse und Holz genutzt und ist ganzjährig produktiv.
Archäologische Funde belegen, dass hier bereits im 4. Jahrhundert landwirtschaftliche Aktivitäten stattfanden und die Gärten die Bevölkerung mit Nahrung versorgten. Über Jahrhunderte hinweg blieben diese Flächen das Herzstück der lokalen Ernährung und Wirtschaft.
Die Gärten sind eng mit dem Alltag der Stadtbewohner verbunden und liefern seit Jahrhunderten frisches Obst und Gemüse für die lokalen Märkte. Die Bewirtschaftung erfolgt nach überlieferten Methoden, die von Generation zu Generation weitergegeben werden.
Der Zugang erfolgt zu Fuß über die steilen Terrassen, die beste Zeit zum Erkunden ist früh morgens vor der Hitze. Besucher sollten stabiles Schuhwerk tragen und Wasser mitnehmen, da es wenige Schutzeinrichtungen gibt.
Das Gelände beherbergt über 180 Vogelarten und mehrere Säugetierarten wie Otter und Füchse, was es zu einem Rückzugsort für Wildtiere inmitten der Stadt macht. Diese natürliche Vielfalt besticht durch ihre Häufigkeit und Artenvielfalt, die man selten in städtischen Gebieten findet.
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