Matsu-Inseln, Archipel im Ostchinesischen Meer, Taiwan
Matsu ist eine Gruppe von 36 Inseln und Felsen in der Taiwanstraße, die administrativ zur kleinsten Verwaltungseinheit Taiwans gehört. Die beiden größten Inseln heißen Nangan und Beigan, auf denen sich kleine Siedlungen mit Steinhäusern und Fischerhäfen befinden.
Die Inselgruppe wurde nach 1949 zu einer militärischen Verteidigungslinie, als sich nationalchinesische Streitkräfte dort zurückzogen und befestigten. In den Jahrzehnten danach entstanden dort unterirdische Anlagen und Garnisonen, die erst nach den 1990er Jahren für Besucher geöffnet wurden.
Auf den Inseln leben Familien, die sich durch Fischfang und das Trocknen von Fischen ernähren, wobei rote Reihen von Tintenfischen oft an Bambusgestellen hängen. Die Ortsnamen auf den Schildern erscheinen in traditionellen chinesischen Zeichen, die sonst selten in Taiwan zu finden sind.
Die Anreise erfolgt per Flugzeug von Taipei oder per Fähre aus dem Nordwesten Taiwans, wobei die meisten Unterkünfte und Einrichtungen sich auf den beiden Hauptinseln befinden. Lokale Routen verbinden Nangan mit Beigan durch regelmäßige Bootsverbindungen, während kleinere Inseln oft per gemieteten Booten erreichbar sind.
Die Strände auf den kleineren Inseln zeigen manchmal hunderte von alten Propagandapostern auf Felsen gemalt, die noch aus der Zeit des militärischen Konflikts stammen. Auf mehreren Anhöhen stehen verlassene Beobachtungsposten aus Beton, die heute offen und frei zugänglich sind.
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