Nationalpark Dongsha-Atoll, Meeres-Nationalpark im Südchinesischen Meer, Taiwan
Dongsha Atoll National Park ist ein geschütztes Meeresgebiet auf den Pratas-Inseln in Taiwan, das sich über mehrere Dutzend Kilometer im Südchinesischen Meer erstreckt. Das Gebiet umfasst Korallenriffe in unterschiedlichen Entwicklungsstadien, Seegraswiesen sowie Lagunen, die zusammen ein komplexes marines Biotop bilden und als Schutzzone für wandernde Meerestiere fungieren.
Die Verwaltung errichtete das Schutzgebiet im Jahr 2007 als siebten Nationalpark Taiwans, um die Korallenformationen und das marine Leben vor Überfischung und Schäden zu bewahren. Zuvor diente das Atoll jahrhundertelang als Orientierungspunkt für Seefahrer und war zeitweise Schauplatz von Guano-Abbau, bevor man erkannte, dass sein ökologischer Wert Vorrang haben sollte.
Die Inselgruppe trug früher den Namen Pratas und wird heute als wichtiger Knotenpunkt für das Verständnis maritimer Ökosysteme im südchinesischen Meer betrachtet. Besuchern bleibt das Gebiet weitgehend verschlossen, da es vorrangig Wissenschaftlern und Forschungseinrichtungen als Arbeitsstation dient und nur in Ausnahmefällen betreten werden darf.
Der Zugang zur Inselgruppe ist nur nach Genehmigung durch die Behörden möglich, da das Gebiet in erster Linie der Umweltforschung und Restaurierung dient. Wer eine Ausnahmebewilligung erhält, sollte sich auf eingeschränkte Infrastruktur einstellen und Respekt gegenüber der empfindlichen marinen Umgebung zeigen.
In den flachen Bereichen der Lagune wachsen Seegrasfelder, die als Kinderstube für junge Zitronenhaie dienen und Schildkröten Nahrung bieten. Diese Wiesen spielen eine Schlüsselrolle für den genetischen Austausch zwischen Meerespopulationen im gesamten südchinesischen Raum, da viele Arten hier Station machen oder sich fortpflanzen.
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