Taoyuan Martyrs' Shrine, Gedenkschrein im Bezirk Taoyuan, Taiwan.
Der Taoyuan Märtyrerschrein ist ein Gedenkbau in Taoyuan, einem Stadtbezirk im nördlichen Taiwan, der auf japanische Architekturtraditionen zurückgeht und als Kulturdenkmal auf Kreisebene eingestuft ist. Das Gelände umfasst mehrere Hallen mit unterschiedlichen Baustilen, ein Ablutionshäuschen sowie steinerne Wächterlöwenhunde am Eingang.
Das Gebäude wurde 1938 während der japanischen Kolonialzeit als Touen Shinto-Schrein errichtet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde es 1950 in den Taoyuan-Märtyrerschrein umgewandelt, um fortan den Gefallenen der Republik China zu gedenken.
Das Schreingelände beherbergt eine Statue von Koxinga, dem Feldherrn, der Taiwan im 17. Jahrhundert von den Niederländern zurückeroberte, sowie Gedenktafeln für gefallene Soldaten. Besucher können beide Elemente gleichzeitig auf dem Gelände sehen, was zeigt, wie verschiedene historische Schichten an einem Ort zusammenkommen.
Das Gelände ist zu Fuß leicht zu erkunden, da die Wege zwischen den Gebäuden klar angelegt sind. Ein Besuch lohnt sich am Vormittag, wenn das Licht durch die Baumkronen auf die Holzstrukturen fällt und die Details der Architektur besser sichtbar sind.
Das Gebäude wurde aus unbehandeltem Zypressenholz aus Taiwan und Zedernholz aus Japan errichtet, ohne dass die Holzoberflächen gestrichen wurden. Diese Kombination aus lokalen und importierten Materialien ist bis heute am Bau selbst ablesbar und macht ihn zu einem der wenigen erhaltenen Shinto-Schreine außerhalb Japans.
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