Bukowina, Historische Region zwischen Rumänien und Ukraine
Bukowina ist eine historische Region in den nordöstlichen Karpaten und den angrenzenden Ebenen, die sich über Nordostrumänien und die Südwestukraine erstreckt. Die Landschaft wechselt zwischen bewaldeten Berghängen, Hügeln und flachen landwirtschaftlichen Gebieten, in denen Flüsse wie der Pruth und der Sereth die Grenze bilden.
Das Gebiet kam 1774 unter habsburgische Herrschaft, nachdem das Osmanische Reich es im Rahmen einer diplomatischen Vereinbarung abgetreten hatte. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde es zwischen Rumänien und der Sowjetunion aufgeteilt, wobei die heutige Grenze seit 1947 besteht.
Der Regionsname stammt vom slawischen Wort für Buchenwald und bezieht sich auf die dichten Wälder der Gegend, die heute noch das Landschaftsbild prägen. In den Dörfern und kleinen Städten sieht man nach wie vor Holzkirchen, bemalte Klöster und traditionelle Häuser, die auf unterschiedliche Gemeinschaften verweisen.
Die Nordseite liegt in der ukrainischen Oblast Tscherniwzi, die Südseite in der rumänischen Region Suceava, wobei die Grenze zwischen beiden Ländern unterschiedliche Visabestimmungen mit sich bringt. Reisende sollten Grenzübergänge nutzen, die für Fußgänger oder Fahrzeuge offen sind, und genügend Zeit für Formalitäten einplanen.
Während der habsburgischen Zeit wurde hier die erste staatliche jüdische Schule in Mitteleuropa gegründet, die sowohl religiöse als auch weltliche Fächer unterrichtete. In manchen Dörfern sind noch alte jüdische Friedhöfe mit Grabsteinen in hebräischer und deutscher Schrift zu sehen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.