Potschajiw, Stadt in der Ukraine
Potschajiw ist eine Kleinstadt im Westen der Ukraine, im Kremet Rajon der Oblast Ternopil, die hauptsächlich für ihr weitläufiges Kloster auf einem Hügel bekannt ist. Die Stadt selbst liegt auf einem sanften Rücken und besteht aus einfachen Straßen mit kleinen Geschäften und Cafés.
Potschajiw erscheint erstmals 1441 in schriftlichen Quellen, doch seine Bedeutung wuchs erst mit der Gründung eines Klosters auf dem Hügel durch Mönche, die aus Kiew geflohen waren. Diese Mönche hatten ihr ursprüngliches Kloster 1240 infolge des Mongolensturms verlassen müssen.
Der Name Potschajiw geht auf eine alte Legende zurück, in der die Gottesmutter in einer Feuersäule auf einem Felsen erschienen sein soll. Dieser Überlieferung zufolge hinterließ sie einen Fußabdruck im Stein, den Pilger bis heute im Kloster besichtigen können.
Das Kloster ist tagsüber geöffnet und gut zu Fuß zu erreichen; das Gelände ist weitläufig und liegt auf einem Hügel, daher ist festes Schuhwerk ratsam. Besucher sollten bedenken, dass das Kloster ein aktives Gotteshaus ist und entsprechend ruhige und bescheidene Kleidung erwartet wird.
Der Glockenturm des Klosters wurde 1871 fertiggestellt und eine seiner größten Glocken wiegt mehr als 11 Tonnen. Der Turm schlägt jede Viertelstunde, sodass sein Klang den Tagesrhythmus der ganzen Stadt bestimmt.
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