Inkerman, Hafenstadt in der Region Balaklava, Ukraine.
Inkerman liegt an der Mündung des Schwarzen Flusses, wo dieser ins Sevastopol-Inlet fließt, und erstreckt sich über beide Flussufer. Die Stadt wird von Kalksteinklippen geprägt, die Höhlenbauwerke enthalten und Abbaubereiche für weiße Kalksteine bilden.
Die Festung Kalamita wurde im 8. Jahrhundert auf den Klippen errichtet und diente Jahrhunderte lang als strategischer Verteidigungspunkt gegen Eindringlinge. Nach der Einnahme durch die Osmanen erhielt die Anlage ihren heutigen Namen, der von den türkischen Besatzern stammt.
Das Höhlenkloster des Heiligen Clemens prägt das Stadtbild, wobei die Felsenkapellen und Kirchen in der Kalksteinwand direkt am Fluss sichtbar sind. Besucher können die übereinandergestapelten Räume erkunden, die byzantinische Mönche in die natürlichen Höhlen geschlagen haben.
Der Ort ist am besten von der Wasserseite erreichbar, da die Klippen und Höhlen besonders beeindruckend vom Fluss aus zu sehen sind. Festes Schuhwerk ist notwendig, um die unebenen Wege entlang der Kalksteinufer und zu den erhöhten Klostergebäuden zu begehen.
Unter der Stadt befanden sich einst Munitionslager der Schwarzmeerflotte in unterirdischen Tunnelsystemen, die nach einer Explosion in den 1970er Jahren aufgegeben wurden. Heute erinnern die verlassenen Stollen an diese industrielle Vergangenheit und zeigen die vielfältige Nutzung des Untergrunds.
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