Oblast Cherson, Verwaltungsregion in der südlichen Ukraine
Das Gebiet von Cherson erstreckt sich über große Flächen im Süden der Ukraine entlang des Flusses Dnipro und des Schwarzen Meeres, wo sich Felder, flache Graslandschaften und Feuchtgebiete abwechseln. Die Landschaft wirkt weitläufig und oft leer, unterbrochen nur von kleinen Dörfern, Kanälen und einzelnen Baumgruppen nahe den Wasserläufen.
Das Gebiet wurde im März 1944 offiziell zur Oblast, nachdem es zuvor unter verschiedenen Herrschaften stand und während des Zweiten Weltkriegs schwer betroffen war. Nach dem Zerfall der Sowjetunion im Jahr 1991 wurde es Teil der unabhängigen Ukraine und blieb auch danach von politischen Spannungen geprägt.
Der Name der Region stammt vom historischen Festungshafen Cherson ab, der hier im späten 18. Jahrhundert unter Katharina der Großen entstand. Entlang der Dörfer und Städte findet man heute Kirchen mit vergoldeten Kuppeln, Märkte mit Melonen und Wassermelonen aus eigener Ernte, und kleine Kaffeehäuser, in denen Menschen zusammenkommen und reden.
Die Verkehrswege verbinden die Küstenhäfen mit den inneren Gebieten durch Straßen und Eisenbahnlinien, die meist flach durch die offene Landschaft verlaufen. Wenn man hier unterwegs ist, sollte man damit rechnen, dass Entfernungen groß sind und Tankstellen oder Restaurants außerhalb der Orte selten auftreten.
Innerhalb des Gebiets liegt eine ausgedehnte Sandfläche, die als Oleschkiwska Sitschi bekannt ist und manchmal mit einer Wüste verglichen wird. Sie erstreckt sich über mehr als 150 Quadratkilometer und bildet ein ungewöhnliches Gelände inmitten der feuchten Ebenen und Flusslandschaften der Umgebung.
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