Oblast Ternopil, Verwaltungsregion in der Westukraine.
Die Ternopil Oblast ist eine Verwaltungsregion in der Westukraine, die sich über die Hügellandschaft des Podolischen Plateaus erstreckt und im Süden vom Fluss Dnjestr begrenzt wird. Das Gebiet umfasst landwirtschaftlich genutzte Flächen, bewaldete Hügel und zahlreiche kleine Städte, die durch ein Netz von Landstraßen und Eisenbahnlinien verbunden sind.
Die Oblast wurde am 4. Dezember 1939 nach sowjetischen Verwaltungsreformen geschaffen, die das frühere polnische Woiwodschaftssystem in diesem Gebiet ersetzten. Nach der Unabhängigkeit der Ukraine im Jahr 1991 blieb die Region als Verwaltungseinheit innerhalb der neuen Staatsstruktur erhalten.
Der Name der Oblast leitet sich von Ternopil ab, einer Stadt, die Mitte des 16. Jahrhunderts gegründet wurde und heute noch als regionales Zentrum dient. Lokale Traditionen zeigen sich in der Volksarchitektur auf dem Land, wo Holzkirchen und bemalte Häuser den typischen Stil der westukrainischen Dörfer bewahren.
Die Region ist durch Eisenbahnverbindungen erschlossen, die mehrere größere Ortschaften miteinander verknüpfen und den Zugang zu den Nachbargebieten ermöglichen. Straßen in ländlichen Teilen können uneben sein, daher sollte man bei Fahrten außerhalb der Hauptrouten mehr Reisezeit einplanen.
Unter der Oberfläche liegt die Optymistychna-Höhle, ein Labyrinth aus Gängen, das sich über 267 Kilometer erstreckt und damit das längste Höhlensystem Eurasiens bildet. Diese unterirdische Welt aus Gips wurde erst in den 1960er Jahren entdeckt und zieht heute Höhlenforscher aus vielen Ländern an.
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