Galizien, Historische Region zwischen Südpolen und Westukraine.
Galicja umfasst Gebiete im heutigen Südpolen und der Westukraine und erstreckt sich zwischen den Karpaten im Süden und den Ausläufern der Ebenen im Norden. Die Landschaft besteht aus Hügeln, Flusstälern und landwirtschaftlichen Flächen, die von kleineren Städten und verstreuten Dörfern durchzogen sind.
Das Gebiet gehörte ab 1772 nach der ersten Teilung Polens zum österreichischen Habsburgerreich und blieb bis zum Ende des Ersten Weltkriegs unter dieser Verwaltung. Nach 1918 wurde es zwischen Polen und der Sowjetunion aufgeteilt, und die Grenzen verschoben sich im Zweiten Weltkrieg erneut.
Die Bewohner sprechen je nach Ort Polnisch oder Ukrainisch, und beide Sprachen sind auf Straßenschildern, in Geschäften und auf öffentlichen Plätzen zu hören. Lokale Märkte bieten traditionelle Gerichte wie Pierogi und Borschtsch an, und in den Dörfern finden religiöse Feste nach katholischem oder orthodoxem Kalender statt.
Reisende können die Region von Krakau oder Lemberg aus erkunden, wobei sich die Grenze zwischen Polen und der Ukraine durch das Gebiet zieht. Kleinstädte und ländliche Gegenden liegen abseits der Hauptverkehrsrouten, daher ist Geduld bei der Navigation durch weniger beschilderte Straßen ratsam.
Die Städte Przemyśl und Lemberg lagen im 19. Jahrhundert an wichtigen Handelsrouten, die das Reich mit Konstantinopel und Odessa verbanden. Diese Lage führte zu einem Austausch von Waren und Ideen aus verschiedenen Teilen Europas und Asiens.
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