Jenakijewe, Industriestadt in der Oblast Donezk, Ukraine
Jenakijewe liegt am Fluss Krynka im Osten der Ukraine und erstreckt sich über eine Fläche von 39 Quadratkilometern, etwa 60 Kilometer von der Regionalhauptstadt Donezk entfernt. Die Eisenhütte der Stadt gehört zu den ältesten Metallbetrieben des Landes und bleibt ein zentrales Element der örtlichen Industrie.
Der Ort entstand 1783 mit der Gründung der Kohlengrube Sofiyevsky und erhielt 1925 den Stadtstatus. Im Laufe der sowjetischen Zeit trug die Stadt verschiedene Namen wie Rykovo und Ordschonikidse, bevor sie in den 1990er Jahren zur ursprünglichen Bezeichnung zurückkehrte.
Der Name stammt von einer früheren Schreibweise, die im Laufe der sowjetischen Zeit mehrfach geändert wurde, bevor die Stadt zur ursprünglichen Form zurückkehrte. Einwohner verweisen oft auf das Stahlwerk, wenn sie über ihre Stadt sprechen, da es seit Generationen die Wirtschaft und das tägliche Leben prägt.
Die Stadt liegt an der Regionalstraße, die Donezk mit kleineren Orten im Osten verbindet, sodass Reisende bei der Planung Sicherheitswarnungen für die Region berücksichtigen sollten. Die meisten öffentlichen Einrichtungen befinden sich im Zentrum, wo auch das örtliche Museum zu finden ist.
Im Jahr 1979 fand in der Grube Yuny Communar eine kontrollierte nukleare Explosion für industrielle Zwecke statt, was ein seltenes Beispiel für den Einsatz von Atomtechnologie im Bergbau darstellt. Diese Methode sollte das Gestein lockern und die Förderung erleichtern, wurde aber später nicht mehr angewendet.
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