Boim-Kapelle, Renaissance-Kapelle nahe der Lateinischen Kathedrale, Lviv, Ukraine.
Die Boim-Kapelle ist ein Renaissance-Bauwerk neben der Lateinischen Kathedrale in Lwiw und fällt durch die aufwendigen Steinmetzarbeiten an ihrer Westfassade auf. Die Fassade gliedert sich in drei Ebenen mit detaillierten Reliefs, die biblische Szenen und heilige Figuren zeigen.
Die Kapelle wurde zwischen 1609 und 1615 vom Architekten Andrzej Bemer errichtet und diente der wohlhabenden Kaufmannsfamilie Boim aus Siebenbürgen als Begräbnisstätte. Der Bau entstand in einer Zeit, als solche Privatkapellen ein Zeichen von Macht und Einfluss in der Stadt waren.
Die Kapelle zeigt auf ihrem Altar Renaissance-Schnitzereien, die das Leiden Christi darstellen, zusammen mit Porträts von George Boim und seiner Ehefrau Jadwiga. Diese Kunstwerke spiegeln die Verehrung und den Wohlstand der Familie wider, die sich durch solch aufwendige religiöse Dekoration verewigten.
Die Kapelle befindet sich auf dem Katedralplatz und ist über Treppen vom Hauptplatz aus erreichbar, die einen steilen Aufstieg bedeuten. Es empfiehlt sich, bequeme Schuhe zu tragen und ausreichend Zeit für einen Besuch im nahen Kunstmuseum einzuplanen.
Das äußere Gehäuse enthält vierzehn geschnitzte religiöse Szenen, die in einer achteckigen Kuppelstruktur angeordnet sind und von einer Christus-Skulptur gekrönt werden. Diese ungewöhnliche geometrische Anordnung verleiht dem Bauwerk eine charakteristische Silhouette, die es von anderen Kapellen der Zeit unterscheidet.
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