Festung Tarakaniw, Militärische Befestigung aus dem 19. Jahrhundert in Tarakaniv, Ukraine.
Tarakanivskiy Fort ist eine militärische Befestigung aus dem 19. Jahrhundert in Tarakaniv, Ukraine, die auf einem rautenförmigen Grundriss angelegt wurde. Jede Seite misst etwa 240 Meter, und im Inneren verlaufen unterirdische Gänge zwischen zweistöckigen Kasernen und 105 Kasematten, die einst Soldaten beherbergten.
Der Bau begann 1860 unter der Leitung von Eduard Totleben, nachdem das Russische Reich seine Westgrenze nach der dritten Teilung Polens sichern wollte. Die Anlage sollte die Eisenbahnstrecke zwischen Lemberg und Kiew schützen und verwendete damals neuen Beton neben herkömmlichem Stein und Ziegeln.
Der Name leitet sich vom nahe gelegenen Dorf Tarakaniv ab, das die Anlage umgibt und ihr einen lokalen Bezugspunkt gibt. Heute ziehen die verfallenen Mauern und überwucherten Kasematten Wanderer und Geschichtsinteressierte an, die durch die offenen Höfe und dunklen Gänge streifen.
Beim Erkunden ist Vorsicht geboten, da unterirdische Fallen, dichtes Gestrüpp und baufällige Bereiche die Sicherheit beeinträchtigen können. Festes Schuhwerk und eine Taschenlampe sind hilfreich, wenn man die Gänge und Kasematten betreten möchte.
Unter den Mauern liegen die Grabstätten von 200 österreichischen Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg, die hier während der Kämpfe zwischen russischen und österreichischen Truppen fielen. Diese Gräber erinnern daran, dass die Anlage später als Schauplatz von Gefechten diente, obwohl sie ursprünglich für andere Zwecke errichtet worden war.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.