Westminsterabtei, Gotische Stiftskirche in Westminster, England
Westminster Abbey ist eine anglikanische Kollegiatkirche in Westminster, die zu den bedeutendsten Beispielen gotischer Architektur in England zählt. Spitzbogenfenster mit mittelalterlichem Buntglas, Rippengewölbe und Steinsäulen gliedern den Innenraum, während die beiden Türme aus Portland-Stein die Westfassade überragen und die Kapelle Heinrichs VII. mit fein gemeißelten Details das östliche Ende bildet.
König Heinrich III. begann 1245 mit dem Bau des heutigen Gebäudes und ersetzte die frühere romanische Kirche durch einen gotischen Neubau. Spätere Herrscher fügten Kapellen und Seitenflügel hinzu, wobei das Bauwerk auch nach der Auflösung der Klöster unter Heinrich VIII. als königliche Kirche erhalten blieb und während des Zweiten Weltkriegs Bombenschäden überstand.
Die Monarchie nutzt das Gebäude für Krönungen, Hochzeiten und Gottesdienste, sodass Besucher eine lebendige königliche Tradition erleben können. Literaturliebhaber besuchen die Ecke mit Gedenksteinen für englische Schriftsteller, wo sie Gräber und Inschriften berühmter Autoren entdecken und oft Blumen niederlegen.
Besucher müssen Eintrittskarten im Voraus über die offizielle Webseite buchen, wobei Führungen in mehreren Sprachen angeboten werden. Der Zugang für Rollstuhlfahrer ist eingeschränkt, da manche Bereiche nicht barrierefrei sind, und in den Innenräumen gelten Einschränkungen beim Fotografieren.
Seit Wilhelm dem Eroberer im Jahr 1066 wurden alle britischen Monarchen in diesem Gebäude gekrönt, wobei der mittelalterliche Krönungsstuhl den Stein von Scone birgt. Mehr als dreitausenddreihundert Personen sind im Inneren begraben oder durch Denkmäler geehrt, was diesen Ort zu einer der bedeutendsten Grabstätten Europas macht.
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