Lindisfarne, Mittelalterliche Klosterruinen auf Holy Island, England
Die Anlage ist ein Kloster aus dem Mittelalter, dessen Steinruinen auf Holy Island in Nordengland stehen und normannische Bögen sowie Reste von Säulen und Mauern zeigen. Die bekannteste Struktur ist ein hoch aufragender Bogen, der oft als Regenbogenbogen bezeichnet wird und einen Rahmen für den Himmel dahinter bildet, während andere Mauern Fensteröffnungen und Abschnitte von Gewölben bewahren.
Der heilige Aidan gründete das Kloster im Jahr 635 und baute zunächst eine Holzkirche, die später durch normannische Steinbauten ersetzt wurde. Wikingereinfälle im späten achten und neunten Jahrhundert zwangen die Mönche zur Flucht und markierten das Ende der ersten großen Blütezeit dieses geistlichen Zentrums auf der Insel.
Der Name Lindisfarne leitet sich vermutlich vom altenglischen Wort für Reisende ab und verweist auf die Bedeutung dieses Ortes als Zuflucht für Pilger seit vielen Jahrhunderten. Heute wandern Besucher über den Gezeitendamm zur Insel und erleben dort einen Ort der Stille, während die Ruinen selbst als Zeugnis früher Spiritualität dienen und Menschen aus aller Welt anziehen.
Der Zugang zur Insel erfolgt über einen etwa fünf Kilometer langen Damm, der bei Flut zweimal täglich unter Wasser steht und das Überqueren unmöglich macht. Besucher sollten die örtlichen Gezeitentabellen prüfen, um sicherzustellen, dass sie genug Zeit für die Hin- und Rückfahrt haben, da das Wasser rasch steigt.
Die ersten Mönche verließen die Insel im Jahr 875 und nahmen die Gebeine des heiligen Cuthbert mit sich, die sie über ein Jahrzehnt lang durch den Norden Englands trugen, bevor sie schließlich in Durham beigesetzt wurden. Der Regenbogenbogen erhielt seinen Namen wegen seiner geschwungenen Form, die manche an den Verlauf eines Regenbogens über dem Horizont erinnert.
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