Kathedrale von Lincoln, Anglikanische Kathedrale in Lincoln, England
Die Kathedrale von Lincoln ist eine anglikanische Kirche in der Stadt Lincoln in England, die sich auf einem Hügel über der Altstadt erhebt und kilometerweit sichtbar ist. Zwei hohe Türme rahmen die Westfassade ein, während ein dritter schlanker Turm über der Vierung aufragt, und die Außenmauern zeigen gotisches Maßwerk mit zahlreichen Spitzbögen und Nischen.
Der normannische König Wilhelm ließ die Kirche ab 1072 erbauen, nachdem er den Bischofssitz von Dorchester hierher verlegen wollte. Ein schweres Erdbeben erschütterte den Bau im Jahr 1185 und machte einen großflächigen Wiederaufbau erforderlich, der das heutige gotische Erscheinungsbild prägte.
Der Name der Kirche leitet sich vom römischen Colonia Lindum ab, das hier bereits in der Antike bestand. Besucher sehen heute anglikanische Gottesdienste mit einem gemischten Chor, der eine mehrere hundert Jahre alte Gesangstradition weiterführt.
Die Kirche öffnet jeden Tag ab kurz nach 7 Uhr morgens bis zum frühen Abend, und Führungen werden in mehreren Sprachen angeboten. Besucher sollten die steile Anfahrt zum Hügel beachten, für die ein eigener Parkplatz in der Nähe zur Verfügung steht.
Eine von vier noch erhaltenen Originalurkunden der Magna Carta aus dem Jahr 1215 liegt in einem speziellen Gewölbe innerhalb der nahegelegenen Burganlage zur Ansicht bereit. Der zentrale Turm war im Mittelalter der höchste der Welt und überragte sogar die Pyramiden von Gizeh, bis sein Spitzhelm im 16. Jahrhundert einstürzte.
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