Windsor Castle, Königspalast in Windsor, England
Windsor Castle ist eine königliche Residenz in Windsor, England, die auf einem Hügel über der Themse liegt und sich über 5 Hektar mit massiven Steinmauern, mittelalterlichen Türmen und ausgedehnten Wohnbereichen erstreckt. Der obere und untere Hof umschließen verschiedene Gebäudeflügel, darunter die State Apartments mit verzierten Innenräumen und Kunstsammlungen sowie separate Wohnräume für die königliche Familie.
Wilhelm I. begann 1070 mit dem Bau einer hölzernen Festung, um die westliche Zufahrt nach London zu sichern, und Heinrich II. verwandelte die Anlage im zwölften Jahrhundert in eine steinerne Befestigung mit einem runden Turm. Eduard III. führte im vierzehnten Jahrhundert umfangreiche Renovierungen durch und gründete die St.-Georgs-Kapelle, während Georg IV. im neunzehnten Jahrhundert große Teile im neugotischen Stil umgestalten ließ.
Die Anlage dient weiterhin als Wohnsitz der britischen Monarchie und gleichzeitig finden hier Staatszeremonien sowie private Veranstaltungen der königlichen Familie statt. In der St.-Georgs-Kapelle versammelt sich jährlich der Hosenbandorden, dessen Mitglieder in einem feierlichen Gottesdienst ihre Insignien tragen.
Die Anlage ist donnerstags bis montags geöffnet, wobei die Öffnungszeiten je nach Jahreszeit variieren und gelegentliche Schließungen aufgrund offizieller Veranstaltungen möglich sind. Züge von den Londoner Bahnhöfen Paddington oder Waterloo erreichen Windsor in weniger als einer Stunde, und Rollstuhlfahrer können große Teile des Geländes besuchen.
Die Semi-State Apartments bewahren Möbel und Kunstwerke aus dem Nachlass von Napoleon III. auf, der während seines Exils in England hier lebte. Die königliche Bibliothek beherbergt eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen von Leonardo-da-Vinci-Zeichnungen.
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