Portus Lemanis, Römische Militärfestung in Lympne, England
Castra Lemanis ist eine römische Militäranlage in Lympne, England, deren Überreste einen unregelmäßigen, annähernd fünfeckigen Grundriss bilden. Ein Teil der Mauern und Turmfundamente ist noch sichtbar, allerdings haben Bodenbewegungen die Strukturen im Laufe der Zeit erheblich verschoben und geneigt.
Das Fort wurde gegen Ende des 3. Jahrhunderts als Teil einer Reihe von Küstenbefestigungen errichtet, die den Südosten Britanniens schützen sollten, bekannt als Sachsenküste. Es diente der in Britannien stationierten römischen Flotte als Stützpunkt, bis die römische Präsenz in der Region zu Beginn des 5. Jahrhunderts endete.
Der Name Lemanis geht auf den keltischen Begriff für die Küste oder einen Wasserweg zurück und erinnert daran, dass die Römer auf eine ältere Siedlungsgeschichte trafen. Wer das Gelände besucht, kann noch heute erkennen, wie die Mauern so ausgerichtet wurden, dass sie das Meeresgebiet unterhalb des Steilhangs im Blick behielten.
Das Gelände liegt im Freien und ist ohne feste Infrastruktur zugänglich, daher ist festes Schuhwerk bei feuchtem Wetter unbedingt zu empfehlen. Von den umliegenden Wegen, insbesondere auf der Hangseite, bieten sich gute Ausblicke auf die verstreuten Mauerreste.
Einige der geborgenen Ziegel tragen Stempel der Classis Britannica, der offiziellen römischen Flotte, die in Britannien stationiert war, was eines der wenigen direkten Zeugnisse ihrer Bautätigkeit an Land darstellt. Solche gestempelten Ziegel wurden auch an anderen Orten der Sachsenküste gefunden, aber Lympne gehört zu den Stätten, an denen der Zusammenhang zwischen Flotte und Festungsbau am deutlichsten erkennbar ist.
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