Humber, Gezeitenästuar in Nordengland.
Der Humber ist eine Gezeitenmündung in Nordengland, die sich über mehr als 60 Kilometer vom Zusammenfluss der Flüsse Ouse und Trent bis zur Nordsee erstreckt. An der breitesten Stelle erreicht die Mündung eine Breite von mehr als elf Kilometern.
Die Mündung bildete während der angelsächsischen Zeit die Grenze zwischen Northumbria und den südlichen Königreichen. Ptolemäus erwähnte das Gewässer bereits in seinen antiken geografischen Aufzeichnungen.
Der Name leitet sich vom römischen Abus ab und weist auf die lange Geschichte als Handelsweg hin. Fischerboote und Frachtschiffe prägen heute das Bild der Wasserstraße, während die Küstengemeinden noch immer vom Meer leben.
Die Brücke über die Mündung verbindet das East Riding of Yorkshire mit North Lincolnshire und kann sowohl mit dem Auto als auch zu Fuß überquert werden. Bei starkem Wind oder Hochwasser kann der Zugang vorübergehend eingeschränkt sein.
Die Gezeiten bewegen bei jeder Flut mehr als tausend Tonnen Sediment und schaffen damit wichtige Lebensräume für zahlreiche Arten. Das Gebiet zählt zu den bedeutendsten europäischen Winterquartieren für Zugvögel.
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