Stalhof, Mittelalterliche Handelsbasis in London, England
Das Steelyard war ein Handelszentrum der Hanse mit Lagerhäusern, Büros, Wohnquartieren und einer Kapelle am Nordufer der Themse in der Nähe der Walbrook-Mündung. Die Anlage verwaltete den Export von Wolle und Tuch und den Import verschiedener Waren durch ein Netzwerk von Lagerhäusern, die mit Seeschiffen verbunden waren.
Die Hanse errichtete diesen Handelsposten 1320 und erhielt umfangreiche Privilegien von König Heinrich II., um die flämische Kaufmannschaft zurückzudrängen. Diese Konzessionen ermöglichten es den deutschen Händlern, über Jahrzehnte hinweg einen dominanten Platz im Londoner Handel zu behaupten.
Die deutschen Kaufleute am Steelyard beauftragten in den 1530er Jahren bemerkenswerte Porträts von Hans Holbein dem Jüngeren, die ihren kommerziellen Status dokumentierten. Diese Werke zeigen, wie wohlhabend und einflussreich diese Händler in London waren.
Der Ort lag direkt am Wasser und ermöglichte einen schnellen Zugang zu Schiffen, was das Be- und Entladen erleichterte. Besucher sollten die nähere Umgebung des heutigen Cannon Street erkunden, wo Überreste dieser Anlage während Renovierungsarbeiten freigelegt wurden.
Die Überreste wurden 1988 zufällig entdeckt, als die Cannon Street-Station renoviert wurde, und legten gut erhaltene mittelalterliche Handelsstrukturen frei. Diese Funde ermöglichten es Archäologen, das tägliche Leben und die Abläufe in dieser wichtigen Hafenanlage zu rekonstruieren.
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