Tottenham, Wohnbezirk im Norden Londons, England
Tottenham ist ein Stadtviertel im Norden von London, das sich entlang der alten Römerstraße Ermine Street erstreckt und Wohngebiete mit Einkaufsstraßen verbindet. Die Bebauung wechselt zwischen viktorianischen Reihenhäusern aus rotem Backstein, neueren Wohnblöcken und Gewerbebauten, während breite Hauptstraßen die verschiedenen Nachbarschaften durchziehen.
Die Gegend blieb bis ins späte 19. Jahrhundert landwirtschaftlich geprägt, bevor Eisenbahnverbindungen zur Innenstadt die Umwandlung in ein Wohnviertel einleiteten. Mit der Ankunft der Bahn entstanden neue Straßenzüge und Geschäfte, die Arbeiter und Angestellte aus dem Zentrum anzogen.
Der Ortsname stammt von einem altenglischen Begriff für das Gehöft eines Mannes namens Totta und prägt bis heute die lokale Identität. In den Straßen begegnet man Geschäften mit karibischen Gewürzen, afrikanischen Stoffen und osteuropäischen Lebensmitteln, während sich die Architektur zwischen alten Reihenhäusern und neuen Wohnblöcken abwechselt.
Mehrere Bahnhöfe verbinden das Viertel mit dem Zentrum über die Victoria Line, die London Overground und weitere Zuglinien. Buslinien verkehren entlang der Hauptstraßen und verbinden die verschiedenen Nachbarschaften untereinander sowie mit angrenzenden Vierteln.
Die Bruce Grove, eine der ältesten Straßen, trägt den Namen einer schottischen Adelsfamilie, die hier im 17. Jahrhundert Land besaß. Heute steht an dieser Stelle ein denkmalgeschützter Glockenturm aus dem Jahr 1887, der als Orientierungspunkt dient.
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