Aquae Sulis, Römische archäologische Stätte in Bath, England
Aquae Sulis ist eine römische Siedlung in Bath, England, die um heiße Quellen herum errichtet wurde und sowohl einen Tempel als auch ausgedehnte Badeanlagen umfasste. Die Anlage zeigt noch heute steinerne Becken, Säulen und Fundamentreste, die den Verlauf der Räume und die technische Lösung für den Umgang mit mineralhaltigem Thermalwasser veranschaulichen.
Die Römer errichteten die Anlage um 60 nach Christus, nachdem sie auf keltische Quellen stießen, die bereits als heilig verehrt wurden. Die Siedlung entwickelte sich zu einem bedeutenden religiösen und sozialen Zentrum, das über mehrere Jahrhunderte hinweg ausgebaut und umgestaltet wurde.
Die Verehrung der Sulis Minerva vereinte keltische und römische Glaubensvorstellungen an einem Ort, der bereits vor der Eroberung als heilig galt. Besucher können heute nachvollziehen, wie Pilger und Reisende Wünsche oder Flüche auf bleiernen Täfelchen niederschrieben und diese ins Quellwasser warfen, um die Aufmerksamkeit der Gottheit zu erlangen.
Die Anlage liegt im Stadtzentrum von Bath, unweit moderner Geschäfte und Cafés, und lässt sich leicht zu Fuß erreichen. Die Überreste erstrecken sich teilweise unter dem heutigen Bodenniveau, sodass Besucher durch Galerien und Plattformen gehen, um die alten Strukturen zu betrachten.
Das Thermalwasser durchläuft eine Reise von etwa 10.000 Jahren, beginnend als Regen über den Mendip Hills, bevor es durch Kalksteinspalten an die Oberfläche tritt. Die Temperatur beim Austritt beträgt konstant 46 Grad Celsius, wodurch das Bad das ganze Jahr über dampft und eine warme Atmosphäre ausstrahlt.
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