U 534, Deutsches U-Boot-Museum in Birkenhead, Vereinigtes Königreich.
Die U-534 ist ein deutsches Unterseeboot aus dem Zweiten Weltkrieg, das heute am Woodside Ferry Terminal in Birkenhead ausgestellt wird. Das Boot wurde in mehrere Segmente zerlegt und hinter Glaswänden präsentiert, sodass Besucher die Innenräume, Maschinen und die enge Anordnung der Mannschaftsquartiere betrachten können.
U 534 wurde 1942 bei der Deutschen Werft AG in Hamburg-Finkenwerder mit der Baunummer 352 gebaut und am 23. Dezember unter Kapitänleutnant Herbert Nollau in Dienst gestellt. Es diente in der 4., 2. und 33. U-Boot-Flottille, vor allem für Ausbildung und Wetterberichterstattung, und versenkte kein Schiff. Am 5. Mai 1945 griffen britische B-24-Liberator-Bomber das Boot im Kattegat an; eine Wasserbombe explodierte unter dem Rumpf und das Boot sank. Drei Besatzungsmitglieder starben, 49 wurden von Booten eines Feuerschiffs vor Anholt gerettet. Das Wrack wurde 1993 gehoben und nach Birkenhead gebracht.
1993 gehoben, blieb das Boot im Bergungszustand statt restauriert zu werden; in Woodside wurden zwei der fünf Transportschnitte wieder zusammengefügt, vier Teile bleiben getrennt, damit Besucher hineinsehen können. Gezeigt werden eine originale Enigma-M4 und drei Akustiktorpedos T-11; vom T-11 wurden nur 38 Stück gebaut, kein weiterer Fund ist bekannt.
Besucher können um die aufgeschnittenen Segmente herumgehen und Blickwinkel wählen, die zeigen, wie wenig Platz die Besatzung hatte. Informationstafeln erklären die Funktion der Geräte und das Leben an Bord während der Einsätze im Nordatlantik.
U 534 wurde am 5. Mai 1945 nicht in der Ostsee, sondern im Kattegat von britischen B-24-Liberator-Bombern versenkt; ein Bomber wurde abgeschossen, fünf seiner sechs Besatzungsmitglieder starben. Bei der Bergung 1993 kamen zudem mindestens drei Akustiktorpedos T-11 zutage, von denen nur 38 Stück gebaut wurden.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.732 Mitwirkenden weltweit.
