Dunnottar Castle, Mittelalterliche Festung in Stonehaven, Schottland
Dunnottar Castle ist eine Burgruine auf einer felsigen Landzunge etwa 3 km südlich von Stonehaven. Ein schmaler Landstreifen verbindet die Landzunge mit dem Festland, und ein steiler Pfad führt zum Torhaus. Die erhaltenen Gebäude, größtenteils aus dem 15. und 16. Jahrhundert, umfassen einen Wohnturm aus dem 14. Jahrhundert und einen Palast aus dem 16. Jahrhundert, die um einen Innenhof angeordnet sind.
William Wallace eroberte die Anlage 1297 während des schottischen Unabhängigkeitskrieges von den Engländern zurück. Im 17. Jahrhundert inhaftierte man hier religiöse Gefangene, die unter harten Bedingungen in den Kellergewölben ausharren mussten.
Der Name Dùn Fhoithear bedeutet im Schottisch-Gälischen „Festung am abschüssigen Hang“. Die Kapelle aus dem 13. Jahrhundert, 1276 von William Wishart, Bischof von St Andrews, geweiht, wurde um 1581 von George Keith, dem 4. Earl Marischal, wieder aufgebaut und in den Innenhof des Palastes einbezogen. Die Burg war Sitz der Earls Marischal, die sie bis ins 18. Jahrhundert hielten.
Der Zugang erfolgt über einen schmalen Pfad, der hinunter zur Felsenklippe und dann hinauf zur Festung führt. Festes Schuhwerk wird empfohlen, da der Weg bei Nässe rutschig werden kann und keine Rampen vorhanden sind.
Eine Gruppe Frauen schmuggelte die schottischen Kronjuwelen 1652 in Leinenbündeln aus der belagerten Anlage heraus. Die Insignien wurden anschließend unter dem Boden einer nahegelegenen Kirche versteckt, bis die Gefahr vorüber war.
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