Bogside, Katholisches Viertel in Derry, Nordirland.
Bogside ist eine Wohngegend außerhalb der alten Stadtmauern von Derry, die durch ihre Wohngebäude und zahlreiche politische Wandmalereien an den Häuserfassaden geprägt ist. Das Viertel erstreckt sich mit engen Straßen und dicht bebauten Blöcken, die den Charakter einer etablierten Nachbarschaft bewahren.
Im August 1969 kam es hier zur Schlacht von Bogside, einem dreitägigen Konflikt zwischen Bewohnern und der Polizei, der den Beginn des Nordirland-Konflikts markierte. Dieser Moment führte zu tiefgreifenden Veränderungen, die die lokale Geschichte und Identität für Jahrzehnte prägen sollten.
Die Wände im Stadtteil zeigen Wandmalereien, die Ereignisse aus Bürgerrechtsbewegungen und politischen Konflikten darstellen. Diese Kunstwerke sind Teil des Alltags und erzählen Geschichten, die vielen Menschen in der Gegend wichtig sind.
Im Museum of Free Derry können Besucher Ausstellungen über die Bürgerrechtsbewegung, lokale Konflikte und wichtige historische Ereignisse durch Fotografien und Objekte erkunden. Am besten erkundet man die Gegend zu Fuß, um die Wandmalereien auf den Straßen vollständig wahrzunehmen.
Free Derry Corner ist eine Ecke mit schwarz-weiß bemalter Wand, die eine Erklärung der Unabhängigkeit des Viertels darstellt. Dieses Symbol entstand während einer bestimmten Zeitspanne in den 1970er Jahren und ist heute einer der am meisten fotografierten Orte der Gegend.
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