Roanoke, Englische Siedlung auf der Insel Roanoke, North Carolina
Roanoke Colony war eine englische Siedlung auf der Roanoke-Insel in North Carolina, deren Bewohner spurlos verschwanden. Die Anlage erstreckte sich über den nördlichen Teil der Insel zwischen dem Atlantik und dem Albemarle-Sund, eingebettet in dichte Küstenwälder und Sumpfgebiete.
John White führte 1587 einhundertsiebzehn englische Siedler an, um eine dauerhafte Kolonie zu gründen. Als er drei Jahre später von einer Versorgungsreise zurückkehrte, waren alle Bewohner verschwunden, darunter seine Enkelin Virginia Dare.
Das verschwundene Dorf wird heute durch Theateraufführungen und geführte Wanderungen lebendig, bei denen Besucher die Geschichten der Siedler und der Algonkin nacherleben. Lokale Gruppen pflegen die Erinnerung durch jährliche Gedenkveranstaltungen, die das Leben der Kolonisten und ihre Beziehungen zu den indigenen Völkern beleuchten.
Archäologische Überreste und Informationstafeln markieren heute die Stelle der Kolonie und ermöglichen den Besuchern das Erkunden von Fundamenten und Fundstücken. Ein Besucherzentrum in der Nähe bietet Einblick in die Ausgrabungen und zeigt Artefakte aus der Zeit der Besiedlung.
Die Inschrift CROATOAN, die in einen Pfosten geritzt wurde, ist der einzige materielle Hinweis auf das Schicksal der Siedler. Dieser Name verweist möglicherweise auf eine nahe Insel, wohin die Kolonisten geflohen sein könnten oder auf den Stamm der Croatan.
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