Governor’s Palace, Kolonialgebäude in Williamsburg, Vereinigte Staaten
Der Governor's Palace ist eine kolonialer Bau in Williamsburg, Virginia, mit zwei seitlichen Flügeln, die an einen zentralen Haupttrakt mit charakteristischem Dachreiter anschließen. Eine von Backsteinmauern umgebene Gartenanlage erstreckt sich bis zur Rückseite der Anlage und führt durch Terrassen und Wege in einen größeren Landschaftsbereich.
Die Anlage diente ab 1722 sieben königlichen Gouverneuren und später zwei gewählten Gouverneuren als offizieller Wohnsitz, bis die Hauptstadt 1780 nach Richmond verlegt wurde. Ein Brand zerstörte das ursprüngliche Gebäude 1781 vollständig, woraufhin es in den 1930er Jahren nach historischen Vorlagen neu errichtet wurde.
Der zentrale Vorbau mit seinem markanten Dachreiter half Bewohnern und Besuchern schon aus der Ferne, das wichtigste Gebäude der Stadt zu erkennen. Sein formaler Grundriss und die symmetrische Fassade dienten als Vorlage für viele spätere Herrenhäuser in der Region.
Führungen bringen Besucher durch die drei Stockwerke mit Einrichtungsgegenständen und Waffen aus der Zeit, wobei geschulte Mitarbeiter durch die Räume begleiten. Die Besichtigung lässt sich gut mit einem Gang durch die Gartenanlage verbinden, der ohne zusätzliche Führung möglich ist.
Eine Kupferplatte, die in der Bodleian Library in Oxford entdeckt wurde, lieferte entscheidende Hinweise für den Wiederaufbau in den 1930er Jahren. Diese Vorlage erlaubte es, das äußere Erscheinungsbild und viele Details so zu rekonstruieren, wie sie vor dem Brand bestanden hatten.
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