Herakles tötet die stymphalischen Vögel, Bronzeskulptur im Metropolitan Museum of Art, New York, Vereinigte Staaten
Herkules der Bogenschütze ist eine Bronzeskulptur im Metropolitan Museum of Art in New York City, die den mythologischen Helden beim Spannen seines Bogens darstellt. Der Körper ist in Bewegung eingefroren, mit gespreizten Beinen, angespannten Muskeln und dem Blick in Schussrichtung gerichtet.
Das Werk wurde vom französischen Bildhauer Émile-Antoine Bourdelle im Jahr 1909 geschaffen und erstmals im Pariser Salon ausgestellt. Es entstand in einer Zeit, in der europäische Bildhauer klassische Themen neu interpretierten und dabei dynamischere Posen als in früheren Jahrhunderten bevorzugten.
Herkules ist eine Figur aus der griechischen und römischen Mythologie, die seit Jahrhunderten in der Kunst immer wieder aufgegriffen wird. Diese Darstellung zeigt ihn nicht als ruhenden Helden, sondern mitten in einer Handlung, was dem Werk eine besondere Spannung verleiht.
Die Skulptur befindet sich in einer der Galerien für europäische Bildhauerkunst im Erdgeschoss des Metropolitan Museum of Art, und ein Museumsplan hilft, sie schnell zu finden. Der Besuch lohnt sich besonders, wenn man die Figur von mehreren Seiten betrachtet, da die Dynamik der Pose erst aus verschiedenen Blickwinkeln vollständig sichtbar wird.
Bourdelle verwendete keinen antiken Text oder eine historische Vorlage als Grundlage, sondern wählte eine konkrete lebende Person aus seinem Umfeld als Modell für den Körper. Das verleiht der Figur eine physische Glaubwürdigkeit, die sich von früheren akademischen Darstellungen des Helden deutlich unterscheidet.
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